Barrierefrei, rollstuhlgerecht und ein Ort der Gemeinschaft


Gewobau und Stadt Bad Kreuznach setzen den Spatenstich für den Holzneubau in der Schubertstraße 19 bis 21. Das markante HUB mit zwei Wohnwürfeln und einem verbindenden Treppenhaus bietet günstigen Wohnraum für alt und jung.

Ein Wohnhaus für Menschen aller Altersstufen, aus Stahlbeton und Holz gebaut, sowohl barrierefrei als auch rollstuhlgerecht: Das neueste Projekt der Gewobau in der Schubertstraße 19 bis 21 setzt auf Nachhaltigkeit ­– nicht nur in der Bauweise, sondern auch in der Nutzung. Von 16 barrierefreien Wohnungen sind insgesamt acht für Rollstuhlfahrer geeignet. Die Wohnungen haben eine Größe von 60 bis 80 Quadratmetern und werden mit Balkon oder Terrasse ausgestattet. Ein Aufzug verbindet die Etagen mit einem offenen Parkdeck im Untergeschoss. Das markante Erscheinungsbild wird durch vertikale Holzlamellen erzeugt. Die verwendeten Baustoffe werden nach Möglichkeit pur eingesetzt. Die Materialität von Holz, Beton und Kratzputz bleibt erfahrbar.

Alle Generationen unter einem Dach

Das Gebäude gliedert sich in zwei Wohnkuben mit einem dazwischen liegenden Erschließungs- und „Kommunikationsturm.“  Denn im und rund um das HUB soll es möglichst lebhaft zugehen und eine gute Nachbarschaft entstehen: Kleine Familien, Senioren, Alleinstehende oder Paare wohnen unter einem Dach, darunter auch Menschen mit Behinderungen. „Wir brauchen ein integrierendes Wohnumfeld für alle Menschen in dieser Stadt und sind gespannt auf die Umsetzung“, sagte Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer beim feierlichen Spatenstich mit Gewobau-Architekt Jens Zimmermann und dem Planungsteam und Gästen aus Politik und Verwaltung. Die Aufsichtratsvorsitzende der Gewobau begrüßte auch die örtliche Presse und die benachbarten Mieter sowie Partner der Gewobau.

„Wir brauchen ein integrierendes Wohnumfeld für alle Menschen in dieser Stadt und sind gespannt auf die Umsetzung“
Oberbürgermeisterin und Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Heike Kaster-Meurer

Moderate Miete trotz hochwertiger Materialien

Gerade Rollstuhlfahrer benötigten eine Ausstattung, die oft nicht mit einer günstigen Miete und nachhaltigen Materialien zu vereinbaren sei, wandte sich Dr. Heike Kaster-Meurer an die Gäste. „Die Gewobau schafft es, beide Ansprüche zu verbinden, indem sie dank der verwendeten Materialien den Unterhaltungszyklus des Hauses verlängert und dadurch langfristig Geld einspart“, stellte Architekt Zimmermann das Konzept des HUB vor. Mit dem HUB denke die Gewobau auch baulich an nachfolgende Generationen. „Eine teure Entsorgung für problematische Materialien fällt dann weg.“

Die Mieter des HUB werden dafür nicht zur Kasse gebeten. Zwar werden die Mieten höher liegen als in Altbeständen der Gewobau, trotzdem bleiben sie deutlich unter dem üblichen Mietpreis auf dem freien Wohnungsmarkt. „Unser Anspruch ist,  auch weiterhin bezahlbaren Wohnraum anzubieten“, sagte Zimmermann. „Trotzdem sind wir offen für neue Ideen und wagen auch mal ungewöhnliche Konzepte.“

In Nachbarschaft des IBW

Das HUB entwickelte das Fachplanerteam rund um Gewobau-Architekt Jens Zimmermann in Kooperation mit dem Bad Kreuznacher Architekten Winfried Mannert, der vor wenigen Jahren auch das benachbarte Gebäude des „Intensiv Betreuten Wohnens“ (IBW), ein Projekt von Gewobau und Rheinhessen-Fachklinik Alzey, entworfen hatte. „Das HUB und das IBW tragen aber jeweils eine eigene Handschrift“, sagte Zimmermann und nannte die mäandernden Holzlamellen, die Balkonbrüstungen und Wohnkuben umschließen, als ein ins Auge fallendes Beispiel. Beide Gebäude seien zwar ähnlich in der Form, unterschieden sich aber bewusst in der Ausführung.

Ladestationen für E-Autos und E-Rollstühle

Zur exklusiven Ausstattung des HUB gehören Ladestationen für Elektro-Fahrzeuge im offenen Parkdeck.“ Damit wollen wir auch der Nahmobilität in der Stadt langfristig gerechter werden“, erläuterte Zimmermann. Auch in den Rollstuhl-gerecht ausgebauten Wohnungen wird es neben Parknischen für Rollstühle in den Fluren Ladestationen für E-Rollstühle geben. Jedes Badezimmer ist mit einer bodengleichen Dusche ausgestattet, jede Wohnung mit einer offenen Küche. Die oberste Etage des dreigeschossigen Gebäudes wird vier kleinen Wohnungen Platz bieten. Zwei der insgesamt 16 Wohnungen bleiben für Senioren reserviert.

Richtfest im Sommer

Planer und Architekten hoffen, Mitte Oktober den Rohbau beauftragen zu können. Augenblicklich läuft dazu eine Ausschreibung. Wenn alles glatt läuft, feiern Stadt und Gewobau mit den Anwohnern das Richtfest im Sommer, wenn die letzte Holzdecke aufgelegt ist. Dann wird auch die Außenfläche gestaltet.   

Bildunterzeile:

Baubeginn in der Schubertstraße 19 bis 21: Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer, Gewobau-Architekt Jens Zimmermann (Vierter von links) sowie Gäste aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft feierten mit Nachbarn, den Teamkollegen und den Mietern aus der Schubertstraße den Spatenstich zum barrierefreien Haus in Holzbauweise (HUB). 

Foto: Gewobau

 

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